Goldmäuder



Neuigkeiten - Fasnachtsgesellschaft Goldmäuder

Erfahren Sie Aktuelles von der Fasnachtsgesellschaft Goldmäuder.

Eisiger Fasnachtsbeginn 2017:

Am Freitag um 20 Uhr war es wieder so weit: Startglockenschlag für den Beginn der Einsiedler Fasnacht. Dank des günstig gelegenen Feiertages an einem Freitag hatte es sehr viele Trichler, aber auch Zuschauer am Strassenrand.

reh. Als Schreiber ist es jeweils ab 19 Uhr unterhaltsam, bei den verschiedenen Vorbereitungen dabei zu sein. Einige sind die Ruhe selbst und genehmigen sich gemütlich ein warmes Getränk. Andere tigern wie wild umher und sichern sich das beste Material inklusive optimaler Trichel. Rund eine halbe Stunde vorher werden dann aber ziemlich alle nervös. Nun gilt es, die Trichle umzuschnallen. All jene, welche sich diese nach einem Jahr wieder umzurren, schauen, ob sich da körperlich was verändert hat. Glücklich ist da jeder, der dasselbe Loch oder ein engeres benutzen kann. Bei den etwas ausgedehnteren Körpern durfte der Spott natürlich nicht fehlen. Die Plakettenverkäufer der Bürgerwehr nutzten die Gunst der Stunde und brachten diese an diesem Abend an die Frau und den Mann. Eigentlich ist es für alle Besucher selbstverständlich, eine solche zu erwerben. Die Einnahmen kommen vollumfänglich der Einsiedler Fasnacht zugute. Das Geld wird zur Organisation der Fasnacht verwendet. Hier gilt es ja, für jeden Anlass eine Bewilligung einzuholen und dann als Wertschät zung gegenüber den Teilnehmern eine Verpflegung zu offerieren. Wichtig ist es natürlich auch, die Plakette an der richtigen Jacke anzubringen, genau an jener, welche dann am Umzug getragen wird.

Eisig kalt, aber einfach schön

Nach diesen obligaten Vorbereitungen begeben sich alle zum Paracelsus-Denkmal. Dort begrüssen sich die verschiedenen Gruppen untereinander. Jetzt steigt die Nervosität bei allen. Nochmals konnte sich jeder von der Kälte überzeugen. Das Thermometer zeigte zu diesem Zeitpunkt –18 Grad im Dorf Einsiedeln an. Um 19.55 Uhr beginnen die Glocken der Klosterkirche zu schlagen. Beim letzten Schlag der Glocke der Kirchturmuhr gibt der Trichlerchef der Goldmäuder das Zeichen zum Beginn. Urplötzlich ertönten so am Freitag 56 Trichle. Eine Gruppe nach der anderen schritt die Hauptstrasse hinunter.

Die Hudi17 nahmen auch in diesem Jahr wieder ein aktuelles Thema auf und wiesen auf die letzte Abstimmung hin. Dort wurde ja ein Ofeturli-Graben entdeckt. Ein Graben, welcher Dorf und Land in Einsiedeln allem Anschein nach trennt. Aufgrund der eisigen Temperaturen fielen die Trichlergänge dann jeweils eher kurz an. Gerne wurde in den angeschriebenen geheizten Häusern verweilt. Kurz nach Mitternacht konnte sich aber keine Gruppe mehr verstecken.

Gänsehaut Höhepunkt

Das Monstertricheln auf dem Dorfplatz war angesagt. Eine sehr grosse Schar von Zuschauern fand sich bereits kurz vor Mitternacht dort ein, um den Höhepunkt des Beginnes der Einsiedler Fasnacht nicht zu verpassen. Während rund zehn Minuten liess nicht nur die Kälte eine Gänsehaut bei den Fasnachtsfans erscheinen. Danach durften die Trichler sich in ihre Stuben und Lokale begeben und eine währschafte Stärkung geniessen. Gerüchten zufolge waren auch am Samstagabend noch «unkaputtbare» Trichler im Klosterdorf unterwegs.

 

24.08.2017


Vollversammlung der Aktivmitglieder:

Wie immer am Tag vor Dreikönigen Treffen sich die Aktivmitglieder im Vereinslokal Restaurant Sihlsee um die kommenden fasnächtlichen Tage, organisatorisch aufzugleisen. Um 20.15 Uhr wir unser Obermäuder Stephan Zürcher die Versammlung zum Start der Fasnacht eröffnen. 

Wie alle Jahre werden die Einsatzpläne für die verschiedenen Aktivitäten im Mittelpunkt stehen.

Anschliessend können für die richtige Einstimmung an diesem Abend bereits einige Dekorationen im Dorf bereits besichtigt werden. 

Weitere Info's nach der Versammlung.

 

05.01.2019


Viel Neues für die Fasnacht 2019:

Im November führen die Goldmäuder immer ihre Generalversammlung durch. An der kommenden Fasnacht gibt es einige neue Sachen zu beachten. Ebenfalls wurde ein neuer Aktuar gewählt.

reh. Der erste Freitag im November wird bei den Mäudern immer dick in der Agenda angestrichen. Dieser Abend ist immer für die Generalversammlung reserviert. So trafen sich dann über 60 Aktiv- und Ehrenmäuder im Saal des Restaurants Sihlsee. Obermäuder Stephan Zürcher bat nach der Begrüssung die Anwesenden sich für eine Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder Josef „Sexi“ Kälin und Max Hubler zu erheben. Da es in diesem Jahr vier Anträge zu behandeln gab, wurden anstatt der zwei, drei Stimmenzähler gewählt. Die weiteren Traktanden gingen rasch über die Bühne, waren doch alle aktiv am Vereinsjahr und der letzten Generalversammlung beteiligt. Neben einer erfolgreichen Fasnacht hob der Obermäuder die Neuerstellung der Kochstelle für die Mäuderküche, die Verlängerung des Baurechtvertrages mit dem Bezirk für den Mäuderschopf und verschiedene Energie technische Investitionen ins „Mäuderkörbli.“ Solche Ausgaben brauchen natürlich eine gesunde Kasse und diese wurde dann präsentiert und die Rechnung genehmigt.

Neumitglied und Neuer Ehrenmäuder

Bei den Ehrungen wurde der Schreibende überrascht: Durfte er die Ehrenmitgliedschaft der Goldmäuder für 18 Jahre Vorstandstätigkeit als Aktuar in Empfang nehmen. Als Neumitglied wurde eine Person aufgenommen. Leider kam es auch zu zwei Austritten bzw. Übertritten in die Passivmitgliedschaft. Bei den Wahlen blieb fast alles wie gehabt, einzig die Stelle des Aktuars wurde neu besetzt. Diesen Posten übernimmt nun Jürg Kalbermatten. Bei den Anträgen war dann viel Diskussionsbedarf angezeigt. In den letzten Jahren wurde die Organisation des Mäuderballs immer aufwendiger. Auch stiegen die Auflagen seitens der Behörden und die Ansprüche der Ballbesucherinnen und -besucher. Dementsprechend stiegen auch die Ausgaben, bevor der Ball überhaupt anfing. Der Vorstand beantragte die Erhöhung des Eintrittes um 5 Franken. Auch dies hiess die Versammlung nach kurzer Diskussion gut. In den nächsten Jahren stehen nicht nur verschiedene Anpassungen rund um den Mäuderschopf an, auch wirft das 100 Jahr Jubiläum im Jahre 2030 seine ersten Schatten voraus. Um die notwendigen Erneuerungsarbeiten ausführen zu können und bereits ein Polster für ein würdiges Jubiläum zu schaffen, beantragte der Vorstand die Erhöhung des Mitgliederbeitrages. Die Versammlung stimmte zu.

Neue Mäuderloki

Das jetzige Zugfahrzeug der Mäuderbahn ist in diesem Zustand mittlerweile schon über 21 Jahre alt. Der Unterbau, ein Willis Jeep, stammt aus den 60er Jahren. Es ist nun angezeigt, dass eine neue Mäuder-Loki angeschafft werden muss. Was auch allen klar war, ist dass es nicht etwas 0815 sein wird. So wurde ein Kostendach von maximal 60‘000 Franken, aufgeteilt auf die nächsten drei Jahre, beschlossen. Dieser Betrag ist vornehmlich für Materialkosten reserviert. Die Arbeiten werden in Frondienst erledigt. Aufgrund von Rückstellungen sind hierfür bereits gut 35‘000 Franken verfügbar. Die restlichen rund 25‘000 Franken hoffen die Mäuder mit der Unterstützung der Einsiedler Bevölkerung zu beschaffen. Weitere Informationen hierfür werden zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Die Änderung der Zahlungsmodalitäten der Mitgliederbeiträge wurde ebenfalls genehmigt und bot fast keinerlei Diskussionsgrundlagen.

Das Traktandum „Verschiedenes“ bot einen Ausblick auf das kommende Jahr. Neben unserer Fasnacht gilt die Teilnahme mit dem STV Einsiedeln am europäischen Kultur- und Brauchtumstreffen am mittleren Februar Wochenende in Altstätten SG bei den Röllelibutzen zum 100 Jahr Jubiläum als Highlight. Ein Aufruf erging ebenfalls an Alle, lustige Geschichten und Bilder im WhatsApp unter 077 416 40 97 zu schicken. Dasselbe gilt auch für alle, die dies hier lesen. In Zusammenarbeit mit allen Umzugsverantwortlichen im Bezirk Einsiedeln und den Behörden, wurde ein neues Anmeldeformular für die Umzüge entworfen. Ebenfalls erneuert wurde der Umzugsknigge. Darunter fällt auch die Lautstärke der diversen Wagen. Diese Vorschrift, auf Bundes Ebene erlassen, wir im nächsten Jahr auch in Einsiedeln angewandt.

Ein Jahresrückblick in Bild-Form wurde nach der Versammlung gezeigt, bevor die Mäuder dann in die dunkle November-Nacht entlassen wurden.

09.11.2018


Wilder Sühudiumzug bei Schneegestöber:

Der erste Umzug am Güdelmontag ist jeweils der Sühudiumzug. Der unorganisierte und wilde Tatzelwurm wusste trotz starkem Schneefall wiederum zu begeistern. Der Sühudiumzug ist der Beweis, dass nicht alles reglementiert sein muss.

reh. Beim Sühudiumzug gibt es zwei Arten von Mitwirkenden: Die eine Art weiss schon lange, als was sie geht und bereitet alles frühzeitig vor. Und dann die andere Art. Diesen kommt die beste Idee am Sonntagabend oder erst am Montagmorgen. Diese erfahrenen Sühudi haben dann auch eine Fasnachtskiste. Dort drin befindet sich alles, was das Sühudiherz begehrt. Schöne und schräge Kleider gehören hier dazu wie auch vielfältige Larven. Dann gilt es am Computer dem Motto entsprechende Texte und Bilder zu erstellen. Das Ganze dann in Mäppchen eingepackt oder noch besser, laminiert. Und nun geht es an die Hausbar.Jede und Jeder hat diesen einen Schnaps oder Likör, welcher irgendwann Mal als Sühudiumzug tauglich bewertet wurde. So ausgerüstet geht es nach acht Uhr am Morgen nicht auf den Dorfplatz, nein, diese besammeln sich in einer Beiz. Alle wissen ja, der Umzug beginnt um neun Uhr. Zuerst gehen die Tüfel, angetrieben vom Fuermaa. Diesen folgen die Trichler und dann die jeweils riesige Gruppe der Sühudi. Ein Teil ergiesst sich vom Dorfplatz in die Hauptstrasse, ein weiterer Teil kommt aber aus den Seitenstrassen und schliesst sich dem Umzug an. Die Kreativität ist dann wieder unermesslich. Der Ruf des Umzuges gilt als sehr wild. Dies kommt auch nicht Einsiedler immer wieder zu Ohren. So wurde die diesjährige Ausgabe gar von zwei Fernsehteams begleitet. Am Abend konnten dann die Berichte auf Tele1 und Tele Züri bestaunt werden. Es gab viel zu bestaunen. Ein sehr beliebtes Motiv in diesem Jahr war die Auswanderer Familie Hensler, welche seit einem Jahr in Schweden wohnt. Die Hauptdarsteller aus der Sendung „Auf und davon“ waren haufenweise vertreten. Aber auch ein umher irrendes Kamel war anzutreffen. Eine Gruppe nahm die Problematik des fehlenden Sesselliftes auf den Fryherrenberg auf und bot eine Art Rikscha Fahrt auf den Hügel hinter dem Kloster an. Für nächtliche Randalierer wurde eigens ein rund fünf Meter grosses Bäumchen mitgeschleppt. Ziel war es, den Sagenplatz sicherer und allfällige Täter ausfindig zu machen. Gleichzeitig wurde der Platz in Sägenplatz umgetauft. Die feine kleine, schwarze, mit weisser luftiger Füllung, Süssigkeit fand ebenfalls den Weg an die Einsiedler Fasnacht. Natürlich durfte die essbare Version nicht fehlen. Nur war dann das Sprechen mit den Sühudi etwas erschwert. Glücklicherweise kam immer jemand mit etwas zum „Spülen“ vorbei. Obwohl es gleich zu Beginn stark begann zu schneien, bewegte sich der Umzug gemütlich, so wie es sich gehört, die Hauptstrasse hinauf. Wiederum wurde von den Goldmäudern auf dem Parkplatz vor dem Kloster ein Getränkestand betrieben. Dort konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer etwas verschnaufen und bei einem heissen Kaffee aufwärmen. Nach rund einer stündigen Pause starteten die Tüfel wieder und gingen die gleiche Strecke zurück. Allerdings hatte es dann fast keine Zuschauer mehr. Die Umzugszuschauer hatten sich bis dahin bereits in die Wärme zurückgezogen.

16.02.2018