Viel zu schnell sind die närrischen Tage vergangen. Traditionell endete die Fasnacht in Einsiedeln mit dem Aschermittwoch. Es war einmal mehr eine lebendige, bunte und originelle Fasnacht.
Die offiziellen Fasnachtstage Schmutziger Donnerstag, Güdelmontag und Güdeldienstag sprechen in Einsiedeln immer mehr Leute an. Andernorts beklagt man einen stetigen Rückgang des Fasnachtsbetriebes. Alte Fasnachtshochburgen mussten deshalb bereits schon Veranstaltungen und Umzüge von den traditionellen Fasnachtstagen auf die Wochenenden verschieben um genügend Teilnehmer und Zuschauer zu mobilisieren. Einsiedeln hat dieses Problem nicht: Der Wagenumzug vom Güdelmontag mit 65 Umzugnummer, wovon sicher um die 50 Nummern aus der Region stammen, ist Beweis dafür. Einiges kommt aus den Vierteln, die an der Fasnacht immer wieder beweisen, dass gerade kleine Gemeinschaften grosses leisten können.
Der Rückhalt für die Fasnacht ausserhalb der normalen Wochenenden ist selbst bei den örtlichen Betrieben deutlich spürbar. Dass sich eine ganze Region ausserhalb der Samstage und Sonntage in einen Ausnahmezustand versetzt, zeigt, dass die Einsiedler noch geerdet sind. Einsiedeln, ein attraktiver Lebensraum, nahe bei Zürich aber nicht zu nahe. Steuergünstig, aber noch lange nicht so günstig, dass es zum Reichenghetto mutierte.
Bunt, gesellig ausgelassen und sehr kalt, so war es in diesem Jahr. Mit dem Wetter waren die Hudis und die Zuschauer trotz der Kälte zufrieden. Petrus verschonte das Klosterdorf während der tollen Tage vor Schnee, Stürmen und Regen.
Die Fasnachtsgesellschaft Goldmäuder feierte zusammen mit den Sühudis ihren 80. Geburtstag. Ihnen offerierten die Mäuder am Montag einen feinen Kaffee zum Anstossen und verkürzte damit die Wartezeit vor dem Pfauen. Ob die Aktion wiederholt wird, bleibt noch offen. Die Chancen dafür sind intakt.
Am Abend des Güdelmontags waren die Strassen und die Beizen voll. Manch Auswärtiger staunte über die riesige Anzahl kostümierter Fasnächtler. Und wer nicht kostümiert war, fiel auf: Zum guten Ton in einer Fasnachtshochburg gehört, dass man sich eine originelle Kostümierung sucht.
Die Goldmäuder danken allen Fasnächtlern, Gönnern, Plakettenkäufern, Ordnungskräften und Anwohnern. Es braucht alle!